Dr. Elmar Widder will Denkanstöße geben

„Demokratie ist kein Selbstläufer“, sagt der Bundestagskandidat. In den letzten Wochen war er mit den Bürgern im Gespräch.

Mittelbayerische Zeitung (Neumarkt) vom 20. / 21. September 2017

von Heike Regnet

NEUMARKT. Unzählige Bürgergespräche führte Dr. Elmar Widder in den vergangenen Monaten. Am Mittwoch war er mit seinem Infostand in Neumarkt vor Ort und auch hier nutzte so mancher Bürger die Gelegenheit zur Information aus erster Hand.

Schon immer habe ihn Politik interessiert, sagt Dr. Widder. Doch nie wollte er in eine Partei eintreten. Im Dezember vergangenen Jahres reifte in ihm der Entschluss, bei der Bundestagswahl zu kandidieren. Mit der Partei Unabhängige für bürgernahe Demokratie habe er auch die für ihn passende Plattform gefunden. Da es keine Landesliste gibt, kann Dr. Widder nur durch die Direktwahl über die Erststimme in den Bundestag einziehen.

„Ich bin nicht realitätsfremd“, sagt er über seine Chancen, das Mandat zu erhalten. „Aber ich lass‘ mich gerne positiv überraschen.“ Verschenkt sei eine Stimme für ihn keinesfalls. „Wer glaubt, dass Demokratie ein Selbstläufer ist, ist schon dabei, sie zu verlieren. Demokratie funktioniert nur, wenn wir mitmachen.“ Die Schallmauer zu durchbrechen und mit der Erststimme ohne Partei ins Parlament einzuziehen, würde sicher für einiges Aufsehen sorgen. „Dann merkt jeder, dass es die Möglichkeit gibt, parteilos in den Bundestag gewählt zu werden.“ Als Abgeordneter könne er dann stets den Vorschlag unterstützen, der ihm bei den unterschiedlichen Themen als bester Lösungsansatz erscheint.

Nicht nur unzählige Stunden Zeit investiert Dr. Widder in den vergangenen Monaten im Wahlkampf, auch einen vierstelligen Betrag an Kosten galt es zu schultern. Unterstützt wurde er auch hierbei an erster Stelle von seinen Eltern. „Wenn ich nun zehn Prozent Stimmenanteil bekäme, dann würde mein nächster Wahlkampf vom Staat mitfinanziert“, sagt er.

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Ernüchternd fällt die Quintessenz aus, die Dr. Widder aus den zahlreichen Gesprächen, die er mit den Bürgern geführt hat, zieht: „Es herrscht ein sehr großes Desinteresse in der Bevölkerung an der Politik selber. Viele sind unzufrieden, aber keiner macht etwas. Wir nehmen alles hin, weil wir glauben, dass wir nichts tun können. Das ist traurig.“ Auch daher hat Dr. Widder den Artikel 20 des Grundgesetzes „alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“ in seinem Programm in den Fokus gerückt. Diese Prämisse will er den Bürgern deutlich vor Augen führen. Auf die Frage, ob die vergangenen Wochen für ihn auch frustrierend waren, meint Dr. Widder: „Manchmal ja – es ist ein Kampf gegen die Windmühlen, aber sollen wir deshalb aufgeben? Was passiert denn dann?“ Vielmehr sei doch Zivilcourage gefragt.

„Ich will vor allem Denkanstöße geben“, sagt Dr. Widder. „Das Meinungsspektrum erweitern.“ So hätten sich die Parteien in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Als Abgeordneter im Bundestag würde er es sich auch zur Aufgabe machen, die alltäglichen Probleme der Durchschnittsbürger aufzuzeigen. „Wenn das möglich ist, hätten wir schon viel erreicht.“

Eine der grundsätzlichen Fragen, die gestellt werden müsse, sei: „Wie demokratisch ist unsere Demokratie?“ So will Dr. Widder „nicht in der Einheitssuppe schwimmen“. Doch wenn man nicht im Menü der Großen stehe, sei man schon ein Exot. „Aber auch Exoten sollen eine Chance haben.“ Als Völkerrechtler sei der Bundestag für ihn genau richtige Bühne, betont er. Einige seiner Ziele: soziale Gerechtigkeit und gerechte Verteilung des Wohlstands, mehr Mitbestimmungsrechte für den Bürger, Gemeinwohlökonomie, eindeutige Verankerung von Wasser als Grundrecht im Grundgesetz, eine grundlegende Reform der Europäischen Union, keine CETA-Schiedsgerichte und mehr regionale Nahrungserzeugung.

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